„Das Ziel des Schreibens ist es, andere sehen zu machen.“
Joseph Conrad (1857-1924), brit.-poln. Autor
„Das Ziel des Schreibens ist es, andere sehen zu machen.“
Joseph Conrad (1857-1924), brit.-poln. Autor
Das Faszinierende am Schreiben
sind die vielen Möglichkeiten, die es bietet.
Wer schreibt, kann immer wieder neue Seiten an sich selbst entdecken. Er kann die Welt durch die Augen anderer sehen, in die Vergangenheit eintauchen, mit Sprache experimentieren.
Neugier, Beharrlichkeit und ein unbändiges Bedürfnis Geschichten zu erzählen, sind Voraussetzungen für das Gelingen.
Veranstaltungen
- 31. Oktober 202617:30 UhrGalerie am Elbufer, Laubegaster Ufer 25A, Dresden
Afrika live
Aktuelles
Nach dem Buch ist vor dem Buch . . . (ein neuer Roman entsteht)
Zwischen humanitärer Hilfe und Kommerz
Romanprojekt / Arbeitstitel „Vermisst“
Der Arztberuf hat seit jeher viele Facetten. Obenan steht der Anspruch zu helfen, ursprünglich festgeschrieben im Eid des Hippokrates. Zugleich ist er eine krisensichere Lebensgrundlage, denn Krankheiten gibt es, seit Menschen die Erde bevölkern. In diesem Kreislauf zwischen humanitärer Hilfe und Kommerz arbeitet die Berliner Ärztin Susanne Winter, sechsunddreißig Jahre alt, Mitinhaberin einer Gemeinschaftspraxis im Prenzlauer Berg und doppelt medizinisch „vorbelastet“. Ihr Großvater Albert war viele Jahre Landarzt in Klein Garow, einer kleinen Gemeinde im Speckgürtel der Hauptstadt. Die Eltern Bruno und Elvira Winter, er Internist, sie Kinderärztin arbeiteten im Auftrag der DDR-Regierung in Mosambik, bis sie bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kamen.
Susanne wuchs behütet und umsorgt bei den Großeltern auf. Sie begleitete Großvater Albert bei Krankenbesuchen, kochte mit der Großmutter Marmelade und wollte nie etwas anderes werden als Ärztin. Erst nach dem Tod der Großeltern und ihrer Facharztausbildung zur Allgemeinmedizinerin stand sie vor einer existenziellen Entscheidung: Sollte sie die Praxis des Großvaters weiterführen und Landärztin werden, sollte sie als niedergelassene Ärztin in Berlin arbeiten oder ihrem Lebensgefährten, dem Bauingenieur Thomas Wallberg nach Afrika folgen?
Das unverhoffte Wiedersehen mit ihrem früheren Freund und und Kommilitonen Rolf Richter erleichtert ihr die Entscheidung. Sie wird Mitinhaberin seiner Praxis im Prenzlauer Berg, betreut mit ihm und anderen Kollegen einmal in der Woche Obdachlose in einem umgebauten Bauwagen am Spreeufer und wohnt weiter in der großelterlichen Villa in Klein Garow. Tom fliegt ohne sie nach Afrika. Er leitet den Bau eines neuen Krankenhauses in der südsudanesischen Hauptstadt Juba. Anfangs meldet er sich regelmäßig, später in größeren Abständen und schließlich wochenlang nicht. Susanne ist erst wütend, dann zunehmend verzweifelt. Sie überlegt, was sie tun kann, und erfährt schließlich von Toms Chef, dass ihr Lebensgefährte bei einer Fahrt ins Grenzgebiet nach Uganda verschwunden ist. Er war nicht allein. Peter und Lea Huber, Ärzte der internationalen Hilfsorganisation ORSEC werden ebenfalls vermisst. Die Bemühungen des Auswärtigen Amtes in Berlin, sie zu finden, bleiben erfolglos. Pater Konrad, Leiter der Missionsstation in Juba und seine Mitarbeiter helfen vergeblich bei der Suche und der Frust aller Beteiligten wächst von Monat zu Monat. Bis Susanne eines Tages unverhofft eine Anfrage der ORSEC erhält: Sie soll nach Juba fliegen und ein halbes Jahr lang gemeinsam mit einem spanischen Kollegen die beiden vermissten Ärzte ersetzen. Sie zögert. Sie grübelt und kämpft mit allen Vorurteilen, die sie seit dem Tod ihrer Eltern gegen Afrika hat. Schließlich entscheidet sie sich, das Angebot anzunehmen. Sie wird mit ihrer Arbeit im Jubaer Krankenhaus das Gesundheitsprojekt der ORSEC vor der Schließung retten, sie wird Kranken helfen und gleichzeitig versuchen, eine Spur von Tom zu finden. Während sie die Koffer packt, ist ihr bewusst, dass sie sich auf eine Reise begibt, die ihr gesamtes bisheriges Leben beeinflussen wird.