„Das Ziel des Schreibens ist es, andere sehen zu machen.“

Joseph Conrad (1857-1924), brit.-poln. Autor

„Das Ziel des Schreibens ist es, andere sehen zu machen.“

Joseph Conrad (1857-1924), brit.-poln. Autor

Das Faszinierende am Schreiben
sind die vielen Möglichkeiten, die es bietet.

Wer schreibt, kann immer wieder neue Seiten an sich selbst entdecken. Er kann die Welt durch die Augen anderer sehen, in die Vergangenheit eintauchen, mit Sprache experimentieren.

Neugier, Beharrlichkeit und ein unbändiges Bedürfnis Geschichten zu erzählen, sind Voraussetzungen für das Gelingen.

Veranstaltungen

Sobald wieder Veranstaltungen geplant sind, werden die neuen Termine hier bekannt gegeben.

Aktuelles

  • Nach dem Buch ist vor dem Buch . . . (ein neuer Roman entsteht)

    Zwischen humanitärer Hilfe und Kommerz

     Exposé

    Romanprojekt / Arbeitstitel „Vermisst“

    Der Arztberuf hat seit jeher viele Facetten. Obenan steht der Anspruch zu helfen, ursprünglich festgeschrieben im Eid des Hippokrates. Zugleich ist er eine krisensichere Lebensgrundlage, denn Krankheiten gibt es, seit Menschen die Erde bevölkern. In diesem Kreislauf zwischen humanitärer Hilfe und Kommerz arbeitet die Berliner Ärztin Susanne Winter, sechsunddreißig Jahre alt, Mitinhaberin einer Gemeinschaftspraxis im Prenzlauer Berg und doppelt medizinisch „vorbelastet“. Ihr Großvater Albert war viele Jahre Landarzt in Klein Garow, einer kleinen Gemeinde im Speckgürtel der Hauptstadt. Die Eltern Bruno und Elvira Winter, er Internist, sie Kinderärztin arbeiteten im Auftrag der DDR-Regierung in Mosambik, bis sie bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kamen.

    Susanne wuchs behütet und umsorgt bei den Großeltern auf. Sie begleitete Großvater Albert bei Krankenbesuchen, kochte mit der Großmutter Marmelade und wollte nie etwas anderes werden als Ärztin. Erst nach dem Tod der Großeltern und ihrer Facharztausbildung zur Allgemeinmedizinerin stand sie vor einer existenziellen Entscheidung: Sollte sie die Praxis des Großvaters weiterführen und Landärztin werden, sollte sie als niedergelassene Ärztin in Berlin arbeiten oder ihrem Lebensgefährten, dem Bauingenieur Thomas Wallberg nach Afrika folgen?

    Die unverhoffte Begegnung mit ihrem früheren Freund und Kommilitonen Rolf Richter und ihre Vorbehalte gegen Afrika lenken die Entscheidung. Sie wohnt weiter in der großelterlichen Villa in Klein Garow, arbeitet mit Rolf in einer Gemeinschaftspraxis im Prenzlauer Berg und betreut mit ihm und anderen Kollegen einmal in der Woche Obdachlose in einem umgebauten Bauwagen am Spreeufer. Tom fliegt ohne sie nach Afrika. Er leitet den Bau eines neuen Krankenhauses in der südsudanesischen Hauptstadt Juba und meldet sich anfangs regelmäßig, später in größeren Abständen und schließlich wochenlang nicht. Susanne ist erst wütend, dann verzweifelt. Sie überlegt, was sie tun kann, und erfährt schließlich von Toms Chef, dass ihr Lebensgefährte zusammen mit zwei Ärzten bei einer Fahrt ins Grenzgebiet nach Uganda entführt worden ist. Die Bemühungen des Auswärtigen Amtes, die Vermissten zu finden, bleiben erfolglos. Monate vergehen. Es gibt keine Forderungen der Entführer und kein Lebenszeichen. Frust und Verzweiflung aller Betroffenen werden größer, bis Susanne eines Tages eine Anfrage von der internationalen Hilfsorganisation ORSEC erhält. Sie soll ein halbes Jahr in Juba arbeiten und gemeinsam mit einem spanischen Kollegen die beiden vermissten Ärzte ersetzen. Sie zögert, grübelt und entscheidet sich schließlich gegen ihren inneren Widerstand, das Angebot anzunehmen. Sie wird Kranke behandeln, das Gesundheitsprojekt der ORSEC vor der Schließung retten und gleichzeitig versuchen, eine Spur von Tom zu finden. Dabei ist ihr bewusst, dass sich auf eine Reise begibt, die ihr gesamtes Leben verändern kann.